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    Unter Wolken: Tag des Weinguts, Episode V

    Tag des offenen Weinguts 2022So sicher wie es ist, dass die Sonne im Osten aufgeht, so beginnt der Tag des offenen Weinguts auf der Bennostraße 9¾ im improvisierten Weingarten von Frédéric Fourré. Wie beinahe jedes Jahr galten des Weges dem Himmel bange Blicke, dass Zeus des Bacchus Party nicht verregne. Doch irgendwer hatte sein Tellerchen wohl nicht aufgegessen.

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    Palais.Sommer am Ostra-Dome: NOUK (Support: Tiflis Transit)

    Palais.Sommer am Ostra-Dome: NOUK (Support: Tiflis Transit)Seit gut einem Jahrzehnt ist der Palais.Sommer die Ausgehkonstante für laue Abende im Juli und August. Auf der Picknickdecke vor herrlicher Elbkulisse konnte man sich es mit einem kühlen Getränk bei Musik, Literatur und Film herrlich bequem machen. Im Frühjahr dieses Jahres dann helle Aufregung: Die Veranstaltungsfläche vor dem Japanischen Palais war neu ausgeschrieben worden und ein Anderer hatte sich das Grundstück mit erstaunlich ähnlichem Konzept gesichert. Nun gibt es den Palais.Sommer also ohne Palais, dafür an gleich drei neuen Standorten.

  • Allgemein,  Dresden,  Kritik

    Weltflucht und Moderne: Oskar Zwintscher in der Kunst um 1900 im Albertinum

    Weltflucht und Moderne: Oskar Zwintscher in der Kunst um 1900 im AlbertinumOskar Zwintscher (1870 – 1960) zählt nicht zu den ganz großen Namen der Kunstgeschichte, die weltweit Menschen in Museen ziehen. In Dresden und Umgebung aber, wo er überwiegend wirkte, kennt man seine Bilder von den Wänden der Städtischen Galerien sowie des Albertinums. Größeren Ruhm genoss er wohl zu seiner Zeit: 1910 brachte er es zu einer Einzelausstellung auf der Biennale in Venedig. Die neu eröffnete große Werkschau Weltflucht und Moderne: Oskar Zwintscher in der Kunst um 1900, der auch ein zweijähriges Forschungsprojekt vorausging, bringt Oskar Zwintscher und Weggefährten neu in Erinnerung.

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    Edward Hopper. Die innere und die äußere Welt in der Galerie Alte Meister

    Edward Hopper. Die innere und die äußere WeltIch muss gestehen: Eine innere Hibbeligkeit überkam mich, als ich auf den Kanälen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sah, wie man die Hängung von Edward Hoppers „Morning Sun“ bewarb. Kaum ein Maler vermochte es, mit so wenigen Details so viel zu erzählen. Aber wie kommt ein Modernist eigentlich zu den Alten Meistern? Es ist nicht die einzige Frage, die die Ausstellung aufwirft.

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    Fake. Die ganze Wahrheit im DHMD

    Fake. Die ganze WahrheitFake. Die ganze Wahrheit im DHMD ist die längst überfällige Ausstellung zum vielleicht nervigsten Problem unserer Zeit: Fake News. Spätestens seit dem twitternden Orange Man in aller Munde, sind Falschinformationen teil des Diskurses. Das DHMD verpasst es dabei ein bisschen, konkrete Anknüpfungspunkte zur bereits eröffneten Sonderausstellung zur Künstlichen Intelligenz (Stichwort Deep Fakes) zu schaffen. Dennoch: Die Eröffnungsveranstaltung gab sich ebenso launig wie die Ausstellung selbst.

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    Gerhard Richter zum Neunzigsten: Portraits. Glas. Abstraktionen.

    Gerhard Richter: Portraits. Glas. Abstraktionen.Mit Gerhard Richter: Portraits. Glas. Abstraktionen. öffnet anlässlich des 90 Geburtstags des in Dresden geborenen, heute in Köln lebenden Künstlers eine neue Schau im Albertinum. Richter, dem seit 2010 zwei Räume der Dauerausstellung gewidmet sind, hat die neue Ausstellung selbst kuratiert und zeigt einen, wenn auch stark verkürzten, Querschnitt durch das vielfältige Schaffen des wahrscheinlich bedeutendsten lebenden Bildermachers des Landes.

  • Allgemein,  Dresden,  Kritik

    Träume von Freiheit: Romantik in Russland und Deutschland im Albertinum

    Traumlandschaften: Romantik in Russland und Deutschland im AlbertinumFreiheit ist wieder ein stärker umkämpfter Begriff, seit uns coronabedingt Einschränkungen dieser im Alltag spürbarer begleiten. Die reine Freiheit gibt es freilich nicht seit der Mensch in Gesellschaften lebt. Die eigene Freiheit hört schließlich dort auf, wo sie die des nächsten beschränkt. Man gibt ein bisschen Freiheit und bekommt ein bisschen Sicherheit, ist die nüchterne Betrachtungsweise. Vorstellungen von Freiheit wandeln sich selbstredend und auch davon zeugt unter anderem die neue Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Albertinum unter dem Titel Träume von Freiheit: Romantik in Russland und Deutschland, die vordergründig natürlich traumhafte Landschaften getaucht in Farben der Sehnsucht und Melancholie zeigt.

  • Allgemein,  Dresden,  Kritik

    Künstliche Intelligenz: Menschen – Lernen – Menschheitsträume im DHMD

    Künstliche Intelligenz: Menschen - Lernen - MenschheitsträumeAlgorithmen haben schon längst großen Einfluss auf unser Leben, sie schlagen vor, welchen Film wir als nächstes bei Netflix sehen – Algorithmen spielen auch eine Rolle bei der Entscheidung darüber, welche Filme überhaupt entstehen – oder welche Produkte wir noch kaufen können. Kaum ein Begriff aus der IT steht seit einiger Zeit so hoch im Kurs wie Künstliche Intelligenz, der trotz seiner oft erwähnten fundamentalen Bedeutung für Gesellschaft und Wirtschaft nicht so ganz im Verständnis der Gesellschaft angekommen ist. Die neue Sonderausstellung Künstliche Intelligenz: Menschen – Lernen – Menschheitsträume des DHMD bringt ihn nun anschaulich näher, erklärt und zeigt, informiert über Risiken und Chancen.

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    Tag des offenen Weinguts, Episode IV: Wenn Engel reisen

    Flammkuchen RadebeulSpätsommer oder Frühherbst: bangen Blickes schaut man gen Himmel und checkt den Regenradar. Während es vormittags noch ordentlich schüttete, zeigten sich meine Eltern und ich fest entschlossen: Der jährliche Besuch beim Tag des offenen Weinguts fällt nicht ins Wasser. Und Petrus belohnte unseren Frohmut, denn nachmittags blinzelte, zumindest in Radebeuls Weinbergen, die Sonne hinter den grauen Wolken hervor.

  • Allgemein,  Dresden,  Kritik

    Ostrale 2021: Atemwende

    Ostrale 2021Huch, schon wieder zwei Jahre vergangen, zwischenzeitlich ist die Welt aus den Fugen geraten, da hat die Ostrale plötzlich wieder geöffnet. Unter dem Thema Atemwende residiert die Ostrale 2021 neuerlich an einem neuen Standort. Nachdem die letzte Ausgabe nach dem Aus am Messegelände in der Tabakfabrik eine neue Herberge fand, ist es jetzt die Robotron Kantine inmitten der Stadt, die als Hauptausstellungsort dient. Eine tolle Wahl, denn um diese Perle der Ostmoderne kann man als Dresdner nur zittern – eigentlich soll sie der Lingnerstadt weichen, doch verschiedene Vereine bemühen sich um ihren Erhalt, der im Zuge der Kulturhauptstadtbewerbung zwischenzeitlich als gesichert galt (naja…). Es haben sich gewissermaßen zwei Dinge mit nicht immer als gesichert geltender Zukunft zusammengefunden – mögen sie uns in genau dieser Konstellation noch lange erhalten bleiben.