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    Tag des offenen Weinguts, Episode IV: Wenn Engel reisen

    Flammkuchen RadebeulSpätsommer oder Frühherbst: bangen Blickes schaut man gen Himmel und checkt den Regenradar. Während es vormittags noch ordentlich schüttete, zeigten sich meine Eltern und ich fest entschlossen: Der jährliche Besuch beim Tag des offenen Weinguts fällt nicht ins Wasser. Und Petrus belohnte unseren Frohmut, denn nachmittags blinzelte, zumindest in Radebeuls Weinbergen, die Sonne hinter den grauen Wolken hervor.

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    Ostrale 2021: Atemwende

    Ostrale 2021Huch, schon wieder zwei Jahre vergangen, zwischenzeitlich ist die Welt aus den Fugen geraten, da hat die Ostrale plötzlich wieder geöffnet. Unter dem Thema Atemwende residiert die Ostrale 2021 neuerlich an einem neuen Standort. Nachdem die letzte Ausgabe nach dem Aus am Messegelände in der Tabakfabrik eine neue Herberge fand, ist es jetzt die Robotron Kantine inmitten der Stadt, die als Hauptausstellungsort dient. Eine tolle Wahl, denn um diese Perle der Ostmoderne kann man als Dresdner nur zittern – eigentlich soll sie der Lingnerstadt weichen, doch verschiedene Vereine bemühen sich um ihren Erhalt, der im Zuge der Kulturhauptstadtbewerbung zwischenzeitlich als gesichert galt (naja…). Es haben sich gewissermaßen zwei Dinge mit nicht immer als gesichert geltender Zukunft zusammengefunden – mögen sie uns in genau dieser Konstellation noch lange erhalten bleiben.

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    Tag des offenen Weinguts Teil III: “Wein ist flüssiges Sonnenlicht”

    Tag des offenen Weinguts Radebeul Teil III: “Wein ist flüssiges Sonnenlicht”Wenn man etwas zum dritten Mal macht, kann man es eigentlich schon als Tradition bezeichnen. Also: Wie Ende August traditionell üblich, verschlug es meine lieben Eltern und mich in Radebeuls Weinberge. Nachdem Teil zwei, wie bei Fortsetzungen üblich, die größten Highlights des ersten aufnahm, sollten wir dieses Mal in ein paar Neuentdeckungen stolpern.

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    Konzert-Abend beim Palais Sommer 2020

    brthr palais sommer 2020Was wäre der Dresdner Sommer ohne den Palais Sommer? Lauschige Abende voller Entdeckungen in Dresdens schönstem Freiluftsalon gehören zur Jahreszeit wie die Fahrt zum Strand. Schön, dass Corona wenigstens diesem Festival keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat – wenngleich in diesem Jahr nur 1.000 Besucher je Veranstaltung zugelassen sind. Am Konzept hat sich wenig geändert – Klavierabende, Konzerte, Filme, Yoga und andere Schöngeistigkeiten stehen noch bis Ende August im Programm.

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    Es geht um die Wurst: Future Food im DHMD

    Future Food im DHMDEigentlich sollte sie ja bereits im März feierlich eröffnet werden, doch die Zukunft des Essens musste coronabedingt auf sich warten lassen: Future Food ist die neue Sonderausstellung des Deutschen Hygiene Museums Dresden (DHMD) und macht wie für die Institution üblich ein Alltagsthema anschaulich. Dass die Frage, wie wir uns künftig ernähren wollen, dringlich ist, zeigt die aktuelle Diskussion um die industrielle Fleischproduktion in diesem Lande – wenngleich man eher überrascht sein kann, dass die prekären Zustände für manch politisch Handelnden überraschend sind.

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    Gerhard Richter. Neue Zeichnungen 2017 – 2020 im Albertinum

    Gerhard Richter. Neue Zeichnungen 2017 - 2020 im AlbertinumMit Gerhard Richter verbinde ich meinen ersten von vielen Besuchen im Albertinum. Es muss in etwa um die Zeit der Neueröffnung des Hauses gewesen sein, ausgestellt wurde zu jener Zeit der berühmte RAF-Zyklus des in Dresden geborenen und 1961 in den Westen geflohenen Künstlers. Heute hat er Dauerhaft zwei Räume in der Dauerausstellung des Albertinums. Aktuell ist noch ein dritter hinzugekommen: Zu sehen sind dort Neue Zeichnungen 2017 – 2020.

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    “Move little hands… Move!” Die tschechischen Surrealisten Jan & Eva Švankmajer

    “Move little hands… Move!” Die tschechischen Surrealisten Jan & Eva ŠvankmajerWas ist denn hier los?! Überflutung der Sinne, es knarzt und tönt aus allen Ecken, dicht an dicht gedrängt sind Objekte aller Art, Videos, Gemälde, Grafiken, Puppen: Move little hands… Move! ist eine Retrospektive der tschechischen Surrealisten Jan & Eva Švankmajer. Über 300 Exponate hat man in die Kunsthalle im Lipsiusbau gestopft, ein heilloses Durcheinander auf dem ersten Blick. Auf dem zweiten auch. Hier regiert die Befreiung von jedweden Ordnungssystemen.

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    Ich aber komme aus Dresden (Check it out man, check it out) im Albertinum

    A. R. Penck Die Sonderausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Albertinum zeichnen sich in letzter Zeit durch einen verstärkten Fokus auf Dresden oder die DDR aus. Auf den Blick in die Archive in einer Ausstellung zu Ostdeutscher Malerei und Skulptur folgten die Zukunftsräume der Dresdner Avantgarde. Mit Ich aber komme aus Dresden (Check it out man, check it out) zeigt das Albertinum das Werk des Dresdners Ralf Winklers (1939-2017), der unter dem Pseudonym A.R. Penck international bekannt wurde.

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    Hallo Dekadenz: Vom Weingut zur Rennbahn

    Tag des offenen Weinguts RadebeulDie schönen Dinge im Leben sollte man wiederholen. Nachdem der Tag des offenen Weinguts im letzten Jahr trotz ungewöhnlich frischer Temperaturen zauberhaft war, konnte es an diesem von der Sonne geküssten 24. August nur zurück in die Radebeuler Weinberge gehen. Wein und Flammkuchen ahoi! Am Sonntag folgte der mondänen Freizeitgestaltung zweiter Teil – es ging zum Pferderennen.