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    Putzig: Als ich Don Renzo schrieb von Günther Pfeifer

    Rezension: Als ich Don Renzo schrieb von Günther PfeiferDer kleine Günther ist zwar noch nicht einmal in der Schule, aber er weiß schon eine ganze Menge, zum Beispiel, dass es in Italien einfach am besten ist. Auch wenn er selbst dort noch nicht war. Als ich Don Renzo schrieb von Günther Pfeifer nimmt Lesende mit auf eine nostalgische Reise ins eher kleinstädtische Niederösterreich der 1970er, in der ein kleiner Junge nur von einem träumt: Endlich nach Italien zu reisen.

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    Überwuchert: Stammzellen von Alina Lindermuth

    Rezension zu Stammzellen von Alina UndermuthIn Alina Lindermuths neuem Roman Stammzellen hat eine weltumspannende Gesundheitskrise alles im Griff: Die Dendrose genannte Erkrankung lässt die Betroffenen binnen Monaten zu Bäumen werden. In Stammzellen begleiten wir Ronja, Notfallärztin und ehrenamtliche Dendrose-Beraterin, über ein Jahr in ihrem Leben. Neben einem symptomatischen Kribbeln in den Zehen ist da eine sich entwickelnde Beziehung zu Elio: Welche Form der Verwurzelung begleiten wir hier?

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    Das ganze Geld muss weg: Arcus von Norbert Maria Kröll

    Arcus von Norbert Maria KröllArcus heißt eigentlich Marcus und ist der jüngste Spross der reichsten Familie Österreichs. Er ist auch ihr schwarzes Schaf. Dem Reichtum hat er entsagt, um sich durchaus erfolgreich als Performance-Künstler durchzuschlagen. Nun, da alle Familienmitglieder verstorben sind, muss er sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass er der reichste Mann Österreichs ist. Es scheint ihn schwer zu belasten. Der Arme! Norbert Maria Krölls Roman ist eine pfiffige Satire über Familie und Kunst, in deren Zentrum ein Protagonist ist, dem man gerne mal eine Ohrfeige verpassen würde.

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    Ich habe Angst zu sehen: Eskalationsstufen von Barbara Rieger

    Eskalationsstufen von Barbara RiegerJulia will eigentlich Künstlerin sein, unterrichtet aber Deutsch als Fremdsprache. Der Besuch einer Vernissage stellt ihr Leben dann auf den Kopf: Sie begegnet dem mäßig erfolgreichen Maler Joe. Obwohl sie in einer Beziehung ist, beginnt sie eine verhängnisvolle Affäre. Barbara Riegers Roman Eskalationsstufen ist strukturiert und benannt nach dem Stufenmodell von Jane Monckton Smith, das die Stufen beschreibt, die eine Beziehung bis zum Femizid durchläuft.

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    Die Wahrheit, die sie brauchen: Die Schattenmacherin von Lilly Gollackner

    Die Schattenmacherin von Lilly GollacknerEine Welt ohne Männer erscheint in Die Schattenmacherin von Lilly Gollackner nicht unbedingt wie eine Utopie. Das hat auch mit den Umständen zu tun: Die Erde ist 2068 durch den Klimawandel und heftigen Kriegen kaum noch bewohnbar. Ein von Ruth geleitetes Matriarchat hat Sicherheit und Stabilität gebracht. Doch nun ist sie 70 und soll durch die intelligente Ania ersetzt werden: Diese stellt unbequeme Fragen – zu im Schatten getroffenen Entscheidungen und ob man Männer nicht wieder zurückbringen sollte.

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    No happy Vibes: Lento Violento von Maria Muhar

    Lento ViolentoDas 90er Jahre Revival dauert an: Die Wiederkehr vergangener Trends lässt vermuten, wir befinden uns in einem Loop. Symptomatisch dafür ist natürlich elektronische Musik, die ganz zentral auf Wiederholung fußt. Maria Muhars Roman Lento Violento ist gleich nach einer Stilrichtung der Zeit benannt, spielt aber im Österreich der Ibiza-Affäre. Alex, Protagonistin des Texts, ist besessen von Eurodance, hat aber ziemlich wenig Spaß. Ohnehin: Lento Violento ist ein Text, der sich aus Zitaten der Zeit zusammensetzt, aber nichts von ihrer Ekstase birgt.