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    “Gibt es fröhliche Clowns, und wie wäre das?”: Weiter atmen von Zsófia Bán

    Weiter atmen von Zsófia Bán RezensionMan soll ein Buch ja nicht nach seinem Umschlag bewerten. Versuchen wir es trotzdem: Den Erzählband Weiter atmen von Zsófia Bán ziert Attila Szücs Gemälde Mann badet einen Löwen. Es wirkt etwas unscharf, putzig und dunkel zugleich. Verspielt, intim, absurd und unergründlich sind Adjektive, die mir durch den Kopf gegeneinander purzeln – und das ist dann auch eine ziemlich akkurate wenn auch wohl etwas uneindeutige Beschreibung meines Leseerlebnisses.

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    Es werde Mensch: Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten von Emma Braslavsky

    Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten von Emma BraslavskyBerlin, nahe Zukunft: Niemand muss mehr allein sein, denn jeder kann jetzt seinen personalisierten Partner haben. Der Robotik sei Dank. Und doch: Noch nie haben so viele Menschen Suizid begangen – sodass die Stadt eigens eine Sonderermittlungseinheit ins Leben gerufen hat, um die mit den Selbstmorden verbundenen Kosten niedrig zu halten. In Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten lässt Emma Braslavsky ausgerechnet einer KI-Sonderermittlerin die Aufgabe zuteil werden, menschlich zu sein.

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    Jemand eigenes sein: Schöner als überall von Kristin Höller

    Schöner als überall von Kristin HöllerIn Kristin Höllers Debütroman Schöner als überall fremdelt ein junger Erwachsener mit seinen Freunden, seiner gutbürgerlichen Herkunft und vor allem mit sich selbst. Ein betrunkener Schabernack mit seinem besten Freund führt ihn überstürzt aus München einige hundert Kilometer zurück in sein Heimatdorf. Wie in Coming of Age Romanen üblich, führt diese Reise durch große Verunsicherung zu einer Selbstverortung. Ein gelungenes, wunderbar erzähltes Debüt.