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Schmiertiger

Essay, Prosa, Kritik

  • Kritik,  Allgemein,  Literatur

    Austrian Psycho: Salonfähig von Elias Hirschl

    26. September 2021

    Salonfähig von Elias Hirschl“Imitiere dein Idol so lange, bis du sein Verhalten perfekt kopiert hast” (10): Der namenlose Erzähler in Elias Hirschls Roman Salonfähig ist besessen von Julius Varga, einem aufstrebenden Kanzlerkandidaten einer konservativen Partei in Österreich, der stark an Sebastian Kurz erinnert. Als Leser verbringen wir einige Tage im Kopf dieses jungen Mannes, der in Wiens unfein feinen Gesellschaft unterwegs ist und mehr eine Abstraktion seiner Vorstellungen als ein Mensch ist.

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    Dominic Schmiedl
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    Wiener Eigentümlichkeiten: Mein Lieblingstier heisst Winter von Ferdinant Schmalz

    5. September 2021

    Mein Lieblingstier heisst WinterEs hängt was schief in der Alpenrepublik des Kanzler Kurz: Zumindest Mein Lieblingstier heisst Winter von Ferdinant Schmalz wie auch Ameisenmonarchie im Frühjahr und der dieser Tage erschienene Roman Salonfähig von Elias Hirschl zeichnen ein grausiges Bild der Wiener Gesellschaft: Opportunismus und Mauschelei regieren die Protagonisten dieser Bücher. Mein Lieblingstier heisst Winter ist der vielleicht radikalste Text dieser Gruppe, eine inhaltlich wie sprachlich vertrackte Satire über geheime politische und wirtschaftliche Machenschaften, in deren Zentrum sich unverhofft der treffend benannte Franz Schlicht wiederfindet.

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    Dominic Schmiedl
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    Deeskalation im Wald: Herren der Lage von Castle Freeman

    29. August 2021

    Herren der LageIn den Wäldern Vermonts ist eigentlich nicht viel los. Sheriff und “Abreger” Lucien muss ab und an die Lage entspannen, wenn irgendwo der Haussegen schief hängt. Nun kommt aber Ärger aus der Stadt, der ihm über den Kopf zu wachsen droht. Castle Freemans Herren der Lage ist ein launiger Kleinstadt-Krimi voller Männer, die öfter mal auf ihre Frauen hören sollten.

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    Dominic Schmiedl
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    Das Licht in der Dunkelheit: Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte

    22. August 2021

    Junge mit schwarzem HahnStefanie vor Schulte ist ein düsteres Märchen mit strahlend hellem Stern geglückt. Junge mit schwarzem Hahn ist eine Heldenreise durch ein nicht näher benanntes Land in einer nicht näher benannten Zeit. Feudale Strukturen lassen auf das Mittelalter schließen, der schwarze – sprechende – Hahn auf ein Sagenreich. Es ist zumindest eine dunkle, empathielose Zeit, Junge mit schwarzem Hahn eine Warnung, dass man durch Empathielosigkeit nicht zurückfallen möge in eine Gesellschaft, in der jeder nur das eigene Überleben sieht.

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    Dominic Schmiedl
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    „Die Trauer ist ein nasses Gefühl im Magen“: Auszeit von Hannah Lühmann

    15. August 2021

    Auszeit Hannah LühmannHannah Lühmanns Debütroman Auszeit ist ein Buch der Innerlichkeit. Henriette ist an einem toten Punkt in ihrem Leben angekommen: Nachdem sie ihr aus einer Affäre entstandenes Kind abgetrieben hat, fällt sie in eine Depression, die sie alles in Frage stellen und ratlos zurück lässt. Mit ihrer besten Freundin Paula fährt sie in eine einsame Waldhütte in Bayern, um aus dieser Auszeit heraus neu zu sich zu finden. Die Reise ist, wie sich am Ende herausstellt, eine Schleife.

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    Dominic Schmiedl
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    Selbstfindung mit Warpgeschwindigkeit: Trafik von Rikki Ducornet

    4. Juli 2021

    TrafikRikki Ducornets kurzer Roman Trafik entführt uns in eine Zukunft, die hoffentlich nie kommt. Die hauptsächlich menschliche Quiver ist mit ihrem mechanischen Kompagnon Mic in den endlosen Weiten des Weltraums unterwegs, um Rohstoffe zu suchen und zu bergen. Die Erde ist schon lange Geschichte, zerrieben durch eine “Kaskade von Katastrophen”.

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    Dominic Schmiedl
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    Ewig leben, Abschiednehmen: Malagash von Joey Comeau

    27. Juni 2021

    MalagashSunday schreibt einen Computervirus, weil ihr Vater an Krebs stirbt: In dem Virus soll er als Geist für immer weiterleben. Malagash, benannt nach dem Ort, an dem die Handlung spielt, ist aber kein Science-Fiction Roman. Vielmehr ist der Virus eine Art coping mechanism für den Teenager, der Abschied von seinem Vater und dadurch auch von der selbtbezogenen Weltsicht der Jugend nehmen muss.

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    Dominic Schmiedl
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    Liebe in Zeiten der Pandemie: Das Vierzehn-Tage Date von René Freund

    23. Mai 2021

    Das Vierzehn-Tage Date von René Freund

    René Freunds Das Vierzehn-Tage Date ist der erste Corona-Roman, der mir zwischen die Finger kam – und da Freunds Texte eher auf sonnigen Seite geschrieben sind -, mit der Erwartung an eine Lektüre, die der ganzen Misere etwas Heiterkeit schenkt. Und man wird nicht enttäuscht: Das Vierzehn-Tage Date ist nicht der große Pandemie-Text, sondern ein vergnüglicher Lese-Nachmittag, der aus dem Lockdown eine kleine Sitcom macht.

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    Dominic Schmiedl
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    Das komatöse Land: Der ehemalige Sohn von Sasha Filipenko

    16. Mai 2021

    Der ehemalige SohnWir schreiben das Jahr 1999: Zisk ist ein ganz normaler Jugendlicher, der weniger Lust hat, Cello fürs Konservatorium zu lernen als mit seinen Freunden Fußball zu spielen und zu Konzerten zu gehen. Aber er wächst in einem nicht ganz normalen Land auf. Sasha Filipenkos Roman Der ehemalige Sohn nimmt uns mit in die belarussische Hauptstadt Minsk und zeichnet ein graues Bild eines totalitären Staates, in dem sich wenig bewegt. Man kann sogar zehn Jahre ins Koma fallen, ohne etwas zu verpassen.

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    Dominic Schmiedl
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    Zitternd schöner Zauber der ersten Male: Der große Sommer von Ewald Arenz

    11. April 2021

    Der große Sommer von Ewald ArenzNoch so ein Sommer für die Ewigkeit: Benedict Wells Hard Land entführte uns bereits in einen prägenden Sommer, nun nimmt uns Ewald Arenz’ Der große Sommer mit ins Jahr 1981. Auch in dieser Coming of Age Geschichte macht der jugendliche Friedrich Erfahrungen, die ihn aus der Kindheit ins Erwachsenenleben führen.

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    Dominic Schmiedl
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Der Schmiertiger sagt hallo

Der Schmiertiger streunt durch Seiten, schleicht durch Galerien, schnurrt zu Vinyl: kein Haustier – eher ein Kulturwesen auf Streifzug.
Wer ihm folgt, landet in Essays, Kritiken und Gedankensplittern.
Zwischen Hochkultur und Pop verirrt er sich gern – ohne den Kompass zu verlieren.

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