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    Mutterlos in Berlin: Levi von Carmen Buttjer

    Mutterlos in Berlin: Levi von Carmen ButtjerCarmen Buttjers Romandebüt Levi verhandelt Erwachssenwerden und Verlust auf flott erzählte und durchaus eigenwillige Weise. Der elfjährige Levi hat seine Mutter verloren, klaut ihre Urne während der Beerdigung und streunert verloren durch Berlin. Orientierung geben ihm dabei zwei väterliche Freunde,- das Verhältnis zum eigenen Vater ist distanziert und wird durch einen schlimmen Verdacht zusätzlich belastet.

  • Allgemein,  Kritik,  Literatur

    Vater, Mutter, Kim von Eivind Hofstad Evjemo

    Vater, Mutter, Kim von Eivind Hofstad EvjemoDer Roman Vater, Mutter, Kim des Norwegers Eivind Hofstad Evjemo beginnt damit, dass am 29. Juli 2011 eine Familie in ihr Wohngebiet zurückkehrt. Doch ein Sitz bleibt leer, die Tochter “war von etwas mitgerissen worden, was sich außerhalb dieser Idylle befand” (14). Dieses Etwas geschah am 22. Juli 2011, als der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik 77 Menschen in den Tod riss, viele davon Jugendliche, die an einem Zeltlager der Jugendorganisation AUF teilnahmen. Evjemos ruhig erzählter Roman über unaussprechlichen Verlust streift dieses grässliche Etwas nur, konzentriert sich stattdessen auf das, was in der Idylle zurückbleibt.

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    Nordic Noir: They Found My Body In A Bag von Bror Gunnar Jansson

    They Found My Body In The BagDer Schwede Bror Gunnar Jansson ist für mich die musikalische Entdeckung des Jahres. Sein beeindruckender Auftritt war für mich das Highlight des Palais Sommers 2019. Mit They Found My Body In A Bag legt er nun sein viertes Album vor, das die Energie seiner Performance auf der Palais Bühne bestens in Erinnerung ruft. Es gibt rumpelnden Blues und schroffen Stoner Rock mit pechschwarzen Texten. Ein Album für kürzer werdende Tage und dunkle Stunden.

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    Was für ein Theater: Der junge Doktorand von Jan Peter Bremer

    Der junge Doktorand von Jan Peter BremerSeit zwei Jahren warten die Eheleute Greilach in einer Mühle irgendwo in der Einöde auf den Besuch eines jungen Doktoranden. Es scheint, als hätten sich die Erwartungen an diesen Besuch ins Unermessliche gesteigert. Und als der Mann dann endlich auftaucht, geht natürliches alles schief. Der junge Doktorand von Jan Peter Bremer liest sich wie ein Theaterstück. Es ist eine kurzweilige Komödie über zwei Menschen, die sich eigentlich nur noch auf den Geist gehen und aneinander vorbeireden.