Cormac McCarthy kehrte nach sechzehn Jahren mit The Passenger zurück auf die literarische Bühne. 89 Jahre alt und mit zahlreichen Auszeichnungen dekoriert, ist der Autor seit 2014 als Trustee des interdisziplinären Santa Fe Institute tätig und The Passenger ist augenscheinlich aus seiner Arbeit dort heraus entstanden. Es ist ein brillanter und herausfordernder Roman, dessen Thriller Plot allmählich hinter Diskussionen an der Schnittstelle zwischen Physik und Philosophie zurücktritt. Stella Maris, wenige Wochen nach The Passenger erschienen, ist sozusagen die Schwester dieses Textes. Dieses Mal werden Mathematik und Philosophie vermengt.
Bis das Licht angeht: Der Tanzende von Victor Jestin
Ein Leben erzählt in den Nächten eines Clubs: Victor Jestins zweiter Roman Der Tanzende erzählt von der Einsamkeit in der Masse, dem Gefühl flüchtiger Verbundenheit, dem Leben im Moment der Bewegung, die – im Falle des Protagonisten – gleichsam Stasis ist. Der Tanzende ist ein melancholischer Roman über die Freiheit und die Grenzen der Tanzfläche.Hundert Arten der Stille: Der Inselmann von Dirk Gieselmann
Ein Junge und seine Insel, die Welt als gefühlloser Ort: Dirk Gieselmanns kurzer Roman Der Inselmann ist ein atmosphärisch dichter, existentialistischer Text. In weniger Seiten führt er durch die Widrigkeiten eines ganzen Lebens, erzählt von Resilienz, von Eigensinn und Einsamkeit, von Gesellschaft und Staat.