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    Die Vergangenheit wird fremd: Sinkende Sterne von Thomas Hettche

    THOMAS HETTCHE Sinkende SterneMänner sind… sinkende Sterne? In Thomas Hettches neuem Roman fährt der Autor Thomas Hettche nach dem Tod der Eltern ins Schweizer Kanton Wallis. Doch etwas ist anders: Eine Naturkatastrophe hat die Rhone aufgestaut und das Tal vom restlichen Land abgeschnitten. Kurzerhand hat sich ein faschistisches Regime alter Patrizierfamilien an die Macht gesetzt. Autofiktional, intertextuell, diskurslastig und poetisch erzählt Hettche in Sinkende Sterne von Kultur, Natur, Literatur und davon, wie die Mitte nicht mehr hält.

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    Vergessen, aber frei: Nincshof von Johanna Sebauer

    Nincshof von Johanna SebauerNincshof, eine “handvoll Häuser, zusammengerottet am Ende von Österreich”, möchte am liebsten von der weiten Welt vergessen werden: Keine Fahrradtouristen, keine Neuzugezogenen sollen mehr den Weg finden, damit die Nincshofer unter sich bleiben können – so wie es früher schon war. Johanna Sebauers Roman ist eine urkomische Satire über Heimat, Sichtbarkeit, Tradition und Wandel im Angesicht einer immer bedrohlicher empfundenen Welt.

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    The Great American Everything von Scott Gloden

    Scott Glodens The Great American EverythingDer Titel dieses Storybands ist vielleicht etwas täuschend: Die Erzählungen in Scott Glodens The Great American Everything spielen vornehmlich in den Südstaaten und nehmen überwiegend zwischenmenschliche Beziehung, u.a. zwischen Geschwistern und Liebenden ins Visier – im Angesicht der eher unschönen Ausprägungen des modernen Lebens. Ausgezeichnet mit dem C. Michael Curtis Short Story Book Prize, ist The Great American Everything ein unheimlich konsistent und kontrolliert erzähltes Debüt voller Zärtlichkeit