Ralf Rothmanns neuer Erzählband Museum der Einsamkeit vereint neun dichte, ruhig erzählte Geschichten, in denen sich existenzielle Themen wie Würde, Trauer und Mitgefühl entfalten. In Momentaufnahmen zeigt Rothmann ganze Lebenswelten – literarisch präzise, emotional tief. Ein Buch, das nachhallt.
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Der verknorspelte Mann: Heimweh im Paradies von Martin Mittelmeier
In Heimweh im Paradies beleuchtet Martin Mittelmeier Thomas Manns kalifornisches Exil. Zwischen intellektuellem Glanz, Heimweh und Distanz entsteht ein ironisch-klarsichtiges Porträt der deutschen Exilgemeinde.
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Kunst und Wirklichkeit: Der etwa vierzigjährige Mann von Hartmut Lange
Ein schmaler Band mit großer Tiefe: Hartmut Langes Der etwa vierzigjährige Mann vereint drei literarische Texte über Kunst, Wirklichkeit und menschliche Abgründe – zeitlos, vielschichtig, nachdenklich.
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Wenn die Dinge ihren Zauber verlieren: Der Duft des Wals von Paul Ruban
Wenn der Familienurlaub zum letzten Strohhalm wird: Hugo und Judith begeben sich mit Tochter Ava in ein spanischsprachiges Urlaubsparadies, um die schal gewordene Ehe zu retten. Aber der abgestandene Gestank der verhärteten Ehe findet gleich am ersten Urlaubstag seine Entsprechung in einem gestrandeten Wal, der explodiert und das Urlaubsparadies in einen penetranten Gestank taucht. Multiperspektivisch, temporeich, humorvoll und mit satirischen Sprenkeln versehen, ist Der Duft des Wals des Kanadiers Paul Ruban ein vergnüglicher Sommerroman.
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Wohin mit der Wut? Wenn wir lächeln von Mascha Unterlehberg
Mascha Unterlehbergs Coming-of-Age-Roman »Wenn wir lächeln« erzählt von einer explosiven Freundschaft, innerem Aufruhr und einem Moment, der alles verändert.
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Sommermärchen: Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer
In Das Leben fing im Sommer an erzählt Christoph Kramer vom Sommer 2006 – zwischen erstem Liebeskummer, Freundschaft und der Suche nach Zugehörigkeit. Der autobiografisch geprägte Coming-of-Age-Roman blickt zurück auf eine unbeschwerte Jugendzeit im Schatten des „Sommermärchens“.
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Menschliche Schlamassel: Starke Meinung zu brennenden Themen von Etgar Keret
Wer den neuen Kurzgeschichtenband Starke Meinung zu brennenden Themen von Etgar Keret beschreiben will, kann aus dem Vollen schöpfen: absurd, traurig, kurzweilig, rätselhaft, pointiert, verrückt, vernünftig – das sind einige der Adjektive, die passen. Stark am Puls der Zeit vereint Starke Meinung zu brennenden Themen über dreißig Erzählungen von erstaunlicher Originalität mit hoher Qualitätsdichte. An manchen Stellen könnte man meinen, der israelische Autor läutet das Post-Anthropozän ein.
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Unerträgliche Leichtigkeit: Alles was lebt von Kristina Schilke
Kristina Schilkes Episodenroman Alles was lebt bringt uns in den Bayerischen Wald, wo Klara im Haus ihrer verstorbenen Eltern eine unheimliche Entdeckung macht: In einem Zimmer scheinen die Naturgesetze nicht zu gelten. Sobald man ihn betritt, beginnt man zu schweben. In der Folge begegnen wir weiteren Personen, die auf die eine oder andere Weise mit Klara verbunden sind und allesamt mit den Fallstricken des Lebens hadern.
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Auf dem letzten Weg: Die Gabe von Suzumi Suzuki
Auch wenn Roman draufsteht: Suzumi Suzukis Debüt Die Gabe ist eher eine Novelle. Auf knapp mehr als 100 Seiten erzählt eine junge Frau in lakonischem Ton aus ihrem Leben im Rotlichtviertel Tokios und von ihrer sterbenden Mutter. Ein paar Wochen verbringen die Leser mit der Erzählerin, deren Leben leise, aber soghaft einem Endpunkt entgegensteuert.
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I Never Know How Old I Was von David Joseph
Schlicht, alltäglich, flüchtig: Die Geschichten in David Josephs drittem Erzählband I Never Know How Old I Was erkunden zwischenmenschliche Beziehungen über alle Etappen gelebten und gefühlten Alters hinweg, ohne jemals Zeit zu schinden. Schnörkellos und ruhig, geradlinig und selten pointiert erscheinen die Erzählungen auf den ersten Blick unscheinbar, ziehen die Leser jedoch mühelos in ihren Bann.