Mascha Unterlehbergs Coming-of-Age-Roman »Wenn wir lächeln« erzählt von einer explosiven Freundschaft, innerem Aufruhr und einem Moment, der alles verändert.
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Sommermärchen: Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer
In Das Leben fing im Sommer an erzählt Christoph Kramer vom Sommer 2006 – zwischen erstem Liebeskummer, Freundschaft und der Suche nach Zugehörigkeit. Der autobiografisch geprägte Coming-of-Age-Roman blickt zurück auf eine unbeschwerte Jugendzeit im Schatten des „Sommermärchens“.
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Menschliche Schlamassel: Starke Meinung zu brennenden Themen von Etgar Keret
Wer den neuen Kurzgeschichtenband Starke Meinung zu brennenden Themen von Etgar Keret beschreiben will, kann aus dem Vollen schöpfen: absurd, traurig, kurzweilig, rätselhaft, pointiert, verrückt, vernünftig – das sind einige der Adjektive, die passen. Stark am Puls der Zeit vereint Starke Meinung zu brennenden Themen über dreißig Erzählungen von erstaunlicher Originalität mit hoher Qualitätsdichte. An manchen Stellen könnte man meinen, der israelische Autor läutet das Post-Anthropozän ein.
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Unerträgliche Leichtigkeit: Alles was lebt von Kristina Schilke
Kristina Schilkes Episodenroman Alles was lebt bringt uns in den Bayerischen Wald, wo Klara im Haus ihrer verstorbenen Eltern eine unheimliche Entdeckung macht: In einem Zimmer scheinen die Naturgesetze nicht zu gelten. Sobald man ihn betritt, beginnt man zu schweben. In der Folge begegnen wir weiteren Personen, die auf die eine oder andere Weise mit Klara verbunden sind und allesamt mit den Fallstricken des Lebens hadern.
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Auf dem letzten Weg: Die Gabe von Suzumi Suzuki
Auch wenn Roman draufsteht: Suzumi Suzukis Debüt Die Gabe ist eher eine Novelle. Auf knapp mehr als 100 Seiten erzählt eine junge Frau in lakonischem Ton aus ihrem Leben im Rotlichtviertel Tokios und von ihrer sterbenden Mutter. Ein paar Wochen verbringen die Leser mit der Erzählerin, deren Leben leise, aber soghaft einem Endpunkt entgegensteuert.
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I Never Know How Old I Was von David Joseph
Schlicht, alltäglich, flüchtig: Die Geschichten in David Josephs drittem Erzählband I Never Know How Old I Was erkunden zwischenmenschliche Beziehungen über alle Etappen gelebten und gefühlten Alters hinweg, ohne jemals Zeit zu schinden. Schnörkellos und ruhig, geradlinig und selten pointiert erscheinen die Erzählungen auf den ersten Blick unscheinbar, ziehen die Leser jedoch mühelos in ihren Bann.
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Queer durch die Republik: Rauchzeichen für Rio von Micha Riegel
Rauchzeichen für Rio von Micha Riegel ist wie viele Debüts ein klassischer Coming of Age Roman, der uns in die 1990er Jahre entführt. Samu ist 16 und in seinem Heimatdorf im ländlichen Bayern unweit Würzburgs nicht gerade beliebt. Er ist anders, seine Homosexualität gewissermaßen ein offenes Geheimnis. Als ihn Max, der jüngste Spross des Bürgermeisters, unverhofft küsst, gerät die konservative Provinzidylle in Schieflage – und Samu muss um sein Leben fürchten. Er verlässt das Dorf in Richtung Frankfurt, wo es ihn, Schockverliebt in Lenni, aber nicht lange hält.
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Abseits der Welt: Freundschaft und Vergeltung von Helmut Krausser
Es ist 1965 und der Erzähler von Helmut Kraussers neuem Roman Freundschaft und Vergeltung blickt fasziniert auf den neuen, einen Jahr älteren Mitschüler am Internat. Anthonys Perspektive auf den barschen, wortgewandten Chris Bradshaw erinnert etwas an Nicks auf Jay Gatsby – eine Figur “larger than life”, umhüllt in einer Aura des Geheimnisvollen. Der junge Mann bringt die Dinge am altehrwürdigen, aber finanziell auch ziemlich knappen Internat Raven Hall gehörig durcheinander – Ereignisse, die den blassen Erzähler ein Leben lang beschäftigen sollen.
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Die 3 Platten des Jahres 2024
Bevor die letzten Tage des Jahres verstreichen, eine kleine Rückbesinnung auf das, was die meisten Runden auf meinem Plattenteller gedreht hat. Es gab vor allem im ersten Halbjahr viel aufregenden Musik, sodass die Auswahl auf drei Platten gar nicht so einfach war…
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Die 3 Bücher des Jahres 2024
Blicke ich auf das Buchjahr 2024 zurück, um die drei überzeugendsten Veröffentlichungen herauszugreifen, kann ich das zweite Halbjahr direkt überspringen. Lediglich Der Schatten einer offenen Tür von Sasha Filipenko ragte aus einem mittelmäßigen Herbst heraus. Die Highlights waren im Frühjahr zu finden. Da wäre James von Percival Everett, das auf vielen Bestenlisten zu finden sein wird; oder Weltalltage von Paula Fürstenberg, ein wunderbares Buch über eine bröckelnde Freundschaft. Elias Hirschl lieferte mit Content einen starken Roman ab, wenn er auch nicht ganz an Salonfähig anknüpfen konnte. Drei richtig gute Bücher. Aber drei weitere haben mir noch besser gefallen. Trophäe von Gaea Schoeters Gaea Schoeters Roman thront über jeder anderen Veröffentlichung…