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    Liebe, gegenwärtig: Allegro Pastell von Leif Randt

    Allegro PastellLeif Randt hat mit Allegro Pastell ein hervorragendes Buch über die Liebe zwischen Millennials geschrieben, das mit viel Eleganz, aber am Puls der Zeit und ohne jeden Kitsch geschrieben ist. Damit ist Allegro Pastell sogar auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse gelandet. Gewonnen hat er ihn dann leider nicht – verdient hätte er es aber. Wenn man heute über Liebe schreibt, dann doch bitte so.

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    Zum Schluss rauscht das Meer: Amsterdam

    AmsterdamDas beste draus machen: Es heißt ja, Timing sei alles. Gemeint ist dabei wohl die Zusammenführung der richtigen Zeit und des richtigen Ortes. Denkbar schlechtes Timing könnte man es also nennen, wenn man Mitte März eine Flugreise nach Amsterdam unternimmt, während das Coronavirus das öffentliche Leben lahmlegt. Und so stellte ich – am Freitag, den 13. auch noch – mit Ernüchterung auf mein Smartphone starrend fest, dass man in Holland alle Museen schließen und Veranstaltungen absagen werde. Samstag ging der Flug.

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    Mehr Leben durch Verzicht: If Cats Disappeared from the World von Genki Kawamura

    What If Cats Disappeared from the WorldIn manche Bücher stolpert man eher unverhofft. Dieses fing meinen Blick im Museumsshop des Albertinums. Zwar hat If Cats Disappeared from the World nichts mit bildender Kunst zu tun, aber manch Museumsshop stellt sich heute ja gern etwas breiter auf. Der Titel klang spannend, das kleine Kätzchen auf dem Cover ist ein Blickfang und da ich meiner Erinnerung noch nie etwas von einem japanischen Autoren gelesen habe, griff ich einfach zu – und wurde mit einem kurzweiligen Roman belohnt.

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    Aufziehende Schatten: Der Lichthof von Hartmut Lange

    Der Lichthof Hartmut LangeEtwas bleibt verschlossen: Hartmut Lange veröffentlicht mit Der Lichthof vier Novellen, in denen seine Protagonisten keinen rechten Zugang zu ihrer Gegenwart haben und etwas überrumpelt werden von einem Wandel, der sich unergründlich an sie schleicht. Die keine hundert Seiten fassende Sammlung schließt mit einem autobiografischen Text, in dem der Autor von Weihnachten im Jahr 1944 erzählt. Auch hier ist er sich als Kind nicht gänzlich bewusst, was um ihn herum geschieht. Es sind fünf konzentriert erzählte Texte, die aus ihrer Ruhe heraus eine Atmosphäre der Unbehaustheit heraufbeschwören.

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    Irgendwas bleibt: Nach Mattias von Peter Zantingh

    Nach Mattias von Peter ZantinghPeter Zantingh stellt seinem Roman Nach Mattias ein Zitat von Glen Hansard voran, in dem dieser sinngemäß schreibt, dass er hofft, dem Planeten mehr Gutes als Schlechtes zu hinterlassen. Genau um diese Frage dreht sich der episodenhafte Text dann auch: Acht Menschen erzählen aus ihrem Leben, nachdem ein junger Mann namens Mattias gestorben ist. Welchen Fußabdruck er in diesen Existenzen hinterlassen hat, ist mal mehr, mal weniger deutlich.