Streifzüge durch Brooklyn: A Lucky Man von Jamel Brinkley

Jamel Brinkley A Lucky ManMit A Lucky Man legt der Amerikaner Jamel Brinkley ein elegant erzähltes Debüt vor: Seine neun Stories entführen den Leser in die Leben meist junger Männer, die in Brooklyn und der Brox nach Momenten des Glücks und familiärer Geborgenheit suchen. Der New Yorker erweist sich auf seinem Debüt als ein bemerkenswert souveräner Erzähler, mit dem man in Zukunft sicher weiterhin rechnen darf. „Streifzüge durch Brooklyn: A Lucky Man von Jamel Brinkley“ weiterlesen

Melodien fürs Ende der Welt: World on Sticks von Sam Phillips

Sam Phillips World On SticksEs muss etwas seltsam sein, wenn ein paar gesungene “la la las” die berühmtesten Zeilen sind, die man je sang. Sam Phillips wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch ihre Beiträge für die Erfolgsserie Gilmore Girls bekannt. Tatsächlich ist sie eine der originellsten Songwriterinnen Amerikas, aus deren Songs ich endlos zitieren könnte. Seit Ende der 1980er Jahre veröffentlicht sie beinah makellose Alben, eine Serie, die auch mit dem zehnten Longplayer World on Sticks nicht reißt. „Melodien fürs Ende der Welt: World on Sticks von Sam Phillips“ weiterlesen

Medea muckt auf. Radikale Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang

Angela Hampel Penthesilea Medea muckt aufMedea, Penthesilea, Kassandra: Ob Zauberin, Amazonenkriegerin oder Weissagerin, diese Frauenfiguren der antiken Mythologie stehen in Literatur, Musik und bildender Kunst für starke Frauen, die mit patriarchalen Strukturen brechen. In der Kunsthalle im Lipsiusbau zeigt die Ausstellung Medea muckt auf noch bis zum 31. März Werke von Künstlerinnen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, die sich in Anlehnung an diese tragischen Heldinnen geläufigen Rollenvorstellungen sowie institutionell akzeptierten Ausdrucksweisen widersetzten. „Medea muckt auf. Radikale Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang“ weiterlesen

Ungeheuer immersiv: Mein loser Faden von Dennis Cooper

vIch erinnere mich gut an das erste Mal, als ich My loose Threat von Dennis Cooper las: Eigentlich wollte ich zu jener Zeit in der Bibliothek an meiner Dissertation arbeiten und nur mal kurz in dem Roman blättern. Doch sein unheimlicher Zauber wirkt schon auf den ersten Seiten, an weglegen nicht zu denken. Der Wiener Luftschacht Verlag hat den ursprünglich 2002 erschienen Text nun erstmalig in deutscher Übersetzung unter dem Titel Mein loser Faden verlegt. Von seiner Sogwirkung hat er nichts verloren. „Ungeheuer immersiv: Mein loser Faden von Dennis Cooper“ weiterlesen